Zentralbibliothek Gemeinsam groß werden: Fachtag Kita-Einstieg Hamburg

13.04.2018

Am Donnerstag, 5. April 2018, fand in der Zentralbibliothek der erste Fachtag "Kita-Einstieg Hamburg" statt. Rund 160 PädagogInnen und MultiplikatorInnen aus dem Bereich frühkindliche Bildung besuchten die ganztägige Tagung mit spannenden Vorträgen und Workshops, zu dem die Koordinierungsstelle Hamburg gemeinsam mit den Bücherhallen eingeladen hatte.

Zur fröhlichen Einstimmung sangen die fünfjährigen Palaststrolche aus dem Projekt "International Music Education" ein mehrsprachiges Lied und stimmten ins Thema ein: Was bedeutet Integration in Kitas, und wie kann sie gelingen?

Prominenten Besuch erhielt der Fachtag durch die Hamburger Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, die mit großem Interesse die zehn Stände der einzelnen Projektpartner besichtigte – darunter auch "Dialog in Deutsch" der Bücherhallen Hamburg. "Die Vielfalt einer Großstadt zeigt sich am sichtbarsten in Kitas. Diese sind nicht nur für die Integration der Kinder von großer Bedeutung, sondern auch für deren Eltern", so Dr. Melanie Leonhard in ihrem Grußwort. "Die Bücherhallen bilden eine Klammer zwischen frühkindlicher Bildung und der Freude an Sprache". 

Grußworte der Direktorin der Bücherhallen Hamburg

Bibliotheksdirektorin Hella Schwemer-Martienßen freute sich darüber, Gastgeberin des Fachtags zu sein: "Die Bücherhallen stehen seit jeher für Integration. Wir sind ein Ort für alle, und es ist wichtig, gesellschaftliche Teilhabe mit vielfältigen Aktivitäten anzubieten". Das, so bestätigte Dirk Ahrens, Vorsitzender der AGFW Hamburg e.V., spreche für den Ort der Zentralbibliothek als Tagungsort. Denn die Koordinierungsstelle Kita-Einstieg ist angewiesen auf Partner - darunter Träger wie die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie oder die elbkinder-Kitas, die sich mit ihren Projektständen präsentierten.

"Gemeinsam groß werden" lautet das Motto des Projekts "Kita-Einstieg", das von Projektleiterin Christine Laufert und Jana Tietje nach den Grußworten anschaulich erläutert wurde. Die vorbildliche Vernetzung und Koordinierung der einzelnen Projekte in der Stadt machte der Bericht aus dem Alltag einer Kita-Kulturlotsin unmittelbar nachvollziehbar.

Ebenso kurzweilig war auch der Vortrag von Professor Renate Zimmer, Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V. Lebhaft legte sie aus ihrer Beobachtung dar, wie einfach Kinder aus Flüchtlingsfamilien über Bewegung mit anderen Jungen und Mädchen in Kontakt treten, erlebte Traumata überwinden und sich dadurch integrieren können.

Besucher in der Zentralbibliothek

Nach der Mittagspause mit spannenden Gesprächen luden zahlreiche Praxismodule zum Kennenlernen von Fachthemen und Praxisbeispielen für die Arbeit in der Kita ein. Die Bücherhallen gaben Einblick in die kulturelle Vielfalt in Bilderbüchern und führten durch die Pädagogik- und Sprachenabteilung. In einem Elterncafé erfuhren Eltern, wie lohnenswert es ist, mit Nachdruck um einen Kita-Platz zu werben und welche Unterstützung man dabei einholen kann. PädagogInnen holten sich Anregungen zu musikalischer Frühförderung, Sprachförderung mit Handpuppen und Lernformen für Geflüchtete.

Nach einem intensiven Tag mit vielen Eindrücken gaben im Abschlussgespräch die Besucher ihr Feedback zu den besuchten Modulen, das durchweg positiv ausfiel.

Informationen Bundesprogramm Kita-Einstieg.